Freitag, 26. August 2016

Kleinkreuzerreise Tag 14

My favourite ist fast zu Hause

Wir sind wieder gesegelt. Leider nur ein Stückchen, denn dann wollte der Wind einfach nicht mehr wehen und die Hitze nahm wieder zu. Aber ein gutes Gefühl war es.

Ich bedaure es sehr, dass wir nicht mehr Zeit für die Maas haben. Ich bin durchweg überrascht, welche schönen Örtchen und Seen es hier so gibt und noch mehr überrascht bin ich von der großen Anzahl an Yachthäfen. Beim Passieren mit größeren Yachten ist mir das nie wirklich bewusst geworden, vermutlich weil wir da auch nachts unterwegs waren, um in sehr kurzer Zeit zum Zielort zu kommen.

So war es auch vor einigen Wochen, als ich und ein weiterer Profiskipper eine Yacht von Roermond nach Friesland bringen mussten. Wir sind Samstagabends los und haben einen kurzen Stop am Leuker Meer gemacht. Natürlich war es schon dunkel als wir damals angekommen sind und es war fast noch dunkel, als wir die Leinen wieder gelöst haben. Aber da sah hier alles schon sehr gemütlich und gepflegt aus.

Jetzt sind wir wieder hier. Ich bin sehr beeindruckt von diesem Erholungsgebiet. Die Camping- und Hafenanlage macht einen wirklich guten Eindruck, ebenso wie die sanitären Einrichtungen. In dem Liegegeld ist alles enthalten, was hier so angeboten wird, so zum Beispiel auch die Nutzung des Hallenbades. Und das was mich mit am meisten erstaunt: Wir sind fast zu Hause. Mit dem Auto würden wir nur etwa 40 min hier her benötigen und mit dem Boot (ich rede jetzt von unserem Kleinkreuzer) ist die Etappe auch in einigen Stunden zu schaffen. Die Maas als Segelrevier, das ist wirklich mal was neues. Ich möchte gerne einfach noch mehrere Tage Zeit haben um das Revier zu erkunden. Leider müssen wir aber zurück. 

Ich poste normalerweise keine Links aber dieser hier ist mir wichtig und für mich selbst eine Erinnerung, hier bald wieder vorbeizuschauen: http://www.ferienparkleukermeer.de




Donnerstag, 25. August 2016

Kleinkreuzerreise Tag 12 und 13

Vom Segel- zum Motorboot

Nachdem wir gestern in Lith festgemacht haben, startete unser Tag (13) heute erstmal wieder mit frisch aufgebackenen Brötchen, bei brutaler Morgenhitze. Nach der überfüllten Schleuse in Lith führte uns unser Weg zunächst zu Stephan, der über Facebook diesen Blog verfolgt und uns freundlicherweise zum Kaffee eingeladen hat. Stephan kommt aus dem gleichen Dorf wie wir, betreibt aber in Lithoijen sein Unternehmen "Genath Yachtlackierungen". Glücklicherweise durften wir auch sein Auto benutzen um einzukaufen. Ich liebe EINKAUFEN! Es war so herrlich kühl in diesem Supermarkt ... wenn wir nicht das Auto hätten zurück bringen müssen, wäre ich am liebsten bis zum Ladenschluss dort geblieben.

Ich traue mich gar nicht folgende Zeilen zu schreiben, weil ich ja weiß das es unter den Lesern auch Vollblutsegler gibt. Obwohl wir heute Wind hatten und dieser auch noch aus der richtigen Richtung gekommen ist und uns bestimmt auch mit 7-8 km/h über die Maas geschoben hätte, sind die Segel heute unten geblieben. Das tut auch mir irgendwie leid, zumal ich bis heute über unseren minimalen Spritverbauch auf der Tour, sehr stolz war. Es ging aber nicht. Segel hoch, hätte bedeutet, dass wir unseren provisorischen Sonnenschutz (Schattenspender) hätten weg nehmen müssen. Und ohne auch nur ein wenig Schatten, wäre wir einfach eingegangen, zumal das Wasser ja auch noch Millionen-fach das Sonnenlicht reflektiert. Streckenweise war die Sonne nur auszuhalten, weil wir uns in nasse Handtücher gehüllt hatten oder uns mit der Pütz Wasser über den Körper gekippt haben.

Geplant war eigentlich ein Stop in Maas-Bommeln, dort sind wir aber vorbei, weil wir die folgenden Etappen etwas verkürzen wollten. Nun wollten wir in Grave festmachen. Als wir dort endlich mal durch die Schleuse gekommen sind, waren die Temperaturen am späten Nachmittag besser zu ertragen. Nach einer Abkühlung in der Maas haben wir beschlossen noch weiter zu fahren und sind nun wir wieder an den Mooker Plassen angekommen. Die Etappe zum Leeuker Meer ist von hier aus gut zu schaffen und ich hoffe das wir dort vor Anker oder am Strand mit der Sonne besser umgehen können.


Hitze schon beim Frühstück (nicht durch den Kocher ;-) 

Bei dem Wetter kommen alle raus und in die Schleuse.